Internationaler Schüleraustausch von Rotary wieder aufgenommen

Paul Guckert aus Butzbach ist wohlbehalten bei seiner Gastfamilie González Ramirez in Mexiko angekommen.

Paul ist 16 Jahre alt und wird das kommende Schuljahr beim Rotary Club CR Leon Bajio in der Provinz Guanajuato verbringen. Im Gegenzug wird Facundo Mauvecin aus Cordoba, Argentinien das kommende Schuljahr in Bad Nauheim und Umgebung verbringen.

Der RC Bad Nauheim – Friedberg beteiligt sich seit vielen Jahren an diesem Austausch Programm, in dem er Jugendlichen ein Austauschjahr im Ausland ermöglicht. Es freut alle Beteiligten sehr, dass nach einer 2-jährigen Pandemie-bedingten Pause das Programm wieder angelaufen ist.

Wasser ist ein kostbares Gut – Der 1. Wetterauer Wasserlauf war ein riesengroßer Erfolg

Wasser wird immer knapper – bei uns in der Wetterau aktuell, in vielen Teilen der Welt schon lange und extremer. Etwa in Uganda, wo der Verein »helpcore« die Waisenschule Sserinya mit konkreten Projekten unterstützt. Für den Bau eines Wasserturms haben über 600 Schülerinnen und Schüler am Donnerstag Geld gesammelt.

Das Organisations-Team

Das Projekt zur Trinkwasserversorgung der Schule wird unterstützt vom Rotary Club Bad Nauheim-Friedberg. Er hat bereits 7000 Euro an Spenden gesammelt und nun den 1. Wetterauer Wasserlauf zwischen Friedberg und Bad Nauheim durchgeführt.

Über 600 Schülerinnen und Schüler aus den 5. und 6. Klassen der Augustiner- und der Ernst-Ludwig-Schule sowie zwei Klassen der Waldorfschule nahmen teil. Jedes Kind trug einen Rucksack mit einer mit mehreren Litern Wasser gefüllten Flasche. Es soll den täglichen Weg eines afrikanischen Kindes simulieren, um an Wasser zu gelangen. An sechs Stationen drehte sich alles ums Wasser, mal spielerisch, mal informativ und lehrreich. Den Startschuss gab in der Ernst-Ludwig-Schule in Bad Nauheim der Bürgermeister Klaus Kreß.

Mobile Wasserfilter für die Ukraine

Spielen, basteln und chillen stand im Junity Friedberg im Vordergrund. Es wurde ein Wassertransportlauf durchgeführt, bei dem es galt, möglichst wenig Wasser zu verlieren. Die Kletterwand wurde viel genutzt und für jeden gab es ein Wassereis als Stärkung.

An mehreren Tischen konnten »nachhaltige Wasserbomben« aus Papier gebastelt werden. »Das ist super«, meinten die Fünftklässler Philipp von Lucke und Rian Özdil aus der Augustinerschule. »Ich finde es gut, zu erfahren, wie es den Kindern in Afrika geht«, sagte Rian und für Philipp stand fest: »Das Thema Wasser muss angesprochen werden.«

Sauberes Wasser ist schon seit 2006 das Thema von Professor Franz-Bernd Frechen, der mit Studenten an der Uni Kassel den mobilen Wasserfilter »PAUL« entwickelt hat. Direkt an der Usa, unter der B3-Brücke, stellte er seinen inzwischen 3600-mal ausgelieferten mobilen Wasserfilter vor.

2010 gingen die ersten Filter nach Pakistan. Inzwischen werden sie laut Brechen in 89 Ländern eingesetzt. »Seit Kriegsbeginn wurden über 200 Filter in die Ukraine geliefert«, berichtete er.

Einige Hundert Meter weiter stand mitten in der Talaue das Löschfahrzeug der Bad Nauheimer Feuerwehr. Tristan Eigenwillig und Antonia Dallwitz von der Feuerwehr Nieder-Mörlen und Max Reichert von der Kernstadtwehr erläuterten den interessierten Kindern die Ausstattung des Fahrzeugs. Die meisten legten an den Stationen die Rucksäcke ab, so auch Matti Klose aus der Klasse 5d der Ernst-Ludwig-Schule. »Alles, was auf der Erde geschieht, wurde von Menschen gemacht. Und wenn der Nordpol zur Tropeninsel wird, ist es zu spät«, warnte der Zehnjährige aus Steinfurth.

Vom Löschfahrzeug war es nicht weit zur Bad Nauheimer Kläranlage. Auf dem Weg dorthin konnten sich alle Teilnehmer am Stand des Hauptsonsosrs Rosbacher Brunnen – neben den fast 20 Unterstützern und Sponsoren des Wasserlaufs – mit Mineralwasser stärken. Vor dem Becken erklärte Betriebsleiter Markus Klug kurz den Ablauf in einem Klärwerk. »Wir machen hier kein Trinkwasser, das saubere Wasser fließt direkt in die Usa«, so der Abwassermeister.

Vermisst wurde das angekündigte mobile 1000 Liter Wasser fassende Tretbecken des Kneipp-Vereins in der Nähe des Wasserrades. »Wegen des Entnahmeverbots durfte die Feuerwehr das Wasser nicht aus der Usa pumpen, obwohl wir es ja wieder zugeführt hätten«, sagte Kassierer Jörg Amend, der mit Ehefrau Stephanie sowie Hubert Polag und Lisa Beck so nur das Glücksrad mit vielen gestifteten Preisen betreuen konnte.

Einen Tipp hatten die vier Kneippianer jedoch: »Geht doch zum nahen Wasserspielplatz.« Dem kamen die meisten Klassen bei Temperaturen bis 25 Grad gerne nach.

Und die mehreren Tausend Wasserfläschen inkl. Kästen wurden den Schulen von den Rosbacher Quellen gespendet und sorgen für langanhaltene Erfrischung. Vielen Dank!

Quelle: https://www.fnp.de/lokales/wetteraukreis/friedberg/wasser-ist-ein-kostbares-gut-91681800.html

Große Hilfe aus der Wetterau – 5 Jahre später

1. Wetterauer Wasserlauf für neuen Wasserturm im Waisenhaus in Uganda

Bereits vor fünf Jahren am 26.09.2017 berichtete die Wettrauer Zeitung über ein großartiges Projekt in Uganda.

Das Waisenschule Sserinya Primary School im Victoriasee in Uganda hat mittlerweile 200 Schulkinder. Dank der Unterstützung und Organisation durch die Hilfsorganisation Helpcore mit Hilfe des Rotary Clubs Bad Nauheim Friedberg, konnte Strom und fließend Wasser in der Schule realisiert werden. Trinkwasser wird manuell mit Hilfe einer kleinen Version des Wasserfilters PAUL hergestellt. Das soll nun geändert werden.

Am 21.07.2022 zwischen 8:00 und 12:00 laufen die Schüler der 5. Und 6. Klassen der Augustinerschule Friedberg, der Ernst Ludwig Schule Bad Nauheim und zwei Klassen der Waldorf schule Bad Nauheim mit einigen Litern Wasser auf dem Rücken durch die Usa Aue. Das simuliert den Weg und das Gewicht an Wasser, das ein afrikanisches Kind gleichen Alters täglich überwinden muss, um frisches Wasser zu haben. Rund 600 Schüler/innen werden dabei am Start sein.Organisiert durch den Rotary Club und unterstützt durch Hassia Mineralbrunnen sind auf dem Rundlauf einige interessante Stationen vertreten. Besonderer Dank gilt hier dem Kneipp Verein Bad Nauheim, dem Klärwerk Bad Nauheim, dem Junity Friedberg und der Freiwilligen Feuerwehr und Jugendfeuerwehr Bad Nauheim. Alle genannten haben entlang der Strecke Stände mit einem Schwerpunkt zum Thema Wasser. Als besonderes Highlight steht Professor Frechen an der Usa und führt den von ihm erfundenen Wasserfilter PAUL vor (Streckenplan in der Anlage).

Natürlich ist jeder willkommen an diesem Morgen zwischen 8:30 und 12:00 die interessanten Stände entlang der Strecke zu besuchen (Streckenplan unter www.wasserwandern.net) und natürlich zu spenden.

Ziel ist es das Bewusstsein für die Ressource Wasser zu stärken und natürlich konkret Spenden zu realisieren (sehr einfach unter www.wasserwandern.net). Dank einiger Sponsoren und der großzügigen Unterstützung durch Hassia Mineralbrunnen sind bereits im Vorfeld über 7000 Euro an Spenden generiert worden. Mit 10.000 Euro ließe sich vor Ort in Uganda ein kompletter Wasserturm mit neuen Pumpen und entsprechender Infrastruktur errichten. Über weitere Spenden und Sponsoren würden wir uns sehr freuen.

In der Zukunft soll der Wetterauer Wasserlauf jedes Jahr stattfinden. Immer wieder mit den Schülern der 5. Und 6. Klassen und natürlich für jeden interessierten Mitläufer. Die Zusage unseres Hauptsponsors für die Zukunft haben wir bereits. Wir hoffen auf großes Interesse und einen großen Erfolg.

Einladung zum 1. Wetterauer Wasserlauf am 21. Juli 2022

Dieser Banner zum Wasserlauf kann sehr gerne in den sozialen Medien geteilt werden.
Der Flyer lässt sich hier herunterladen.

ANMELDUNG

Auch (Rotary) Clubs und Vereine dürfen sehr gerne beim 1. Wetterauer Wasserlauf mitwandern, auch ganz spontan. Zu Planung gerne dieses Formular mit der Wandergruppe ausfüllen und per E-Mail an Wolfgang Fertsch (Infos im Dokument) schicken. Genaue Hinweise zu Organisation und Ablauf kommen rechtzeitig vorab.

IHRE SPENDE

100% für das Projekt

Ihre Spende in beliebiger Höhe können Sie entweder Ihrem Kind am 21. Juli 2022 mitgeben – es wird eine große Spendenbox aufgestellt sein – oder überweisen den Betrag auf unser Spendenkonto, unter Angabe des Spendenzwecks „Wasserwandern“ und Ihrer Anschrift für eine Spendenbescheinigung (ab 50 €).

Spendenkonto: Rotary Kultur- & Gemeindienst-Förderverein Bad Nauheim-Friedberg e.V.
IBAN: DE70 5185 0079 0027 0251 45, Sparkasse Oberhessen

Am einfachsten ist es für Sie aber online über unsere Spendenplattform, wo Sie per PayPal oder Kreditkarte spenden können. Da Rotary die (geringen) anfallenden Transaktionskosten für die Banken und Zahlungsanbieter übernehmen, kommt Ihre Spende zu 100% in Sserinya an. Sie haben aber auch die Möglichkeit, diese Kosten persönlich zu übernehmen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Ihr Team vom Wasserlauf: Frank Mattusch, Wolfgang Fertsch, Christian Purschke (Rotary Club Bad Nauheim-Friedberg), Constantin Ziegler (helpcore e.V.)

DAS KONZEPT

Mit dem Gewicht des Wassers

Am Donnerstag, dem 21. Juli findet von 9 bis 13 Uhr der 1. Wetterauer Wasserlauf, organisiert durch den Rotary Club Bad Nauheim-Friedberg gemeinsam mit helpcore e.V. und weiteren vielen Partnern, statt.

Zahlreiche Schüler:innen der 5. und 6. Klassen der Augustinerschule Friedberg und der Ernst-Ludwig-Schule Bad Nauheim wandern dabei ungefähr sechs Kilometer mit einem Ballast von etwa 6 Litern Wasser (altersabhängig). So stellen sie die durchschnittliche Wegstrecke von Kindern in Entwicklungsländern nach, die diese für die tägliche Wasserversorgung ihrer Familien erbringen müssen.

Auf der Strecke entlang der Usa zwischen Bad Nauheim und Friedberg sind zahlreiche Aktions- & Bildungsstationen geplant, u.a. eine Führung durch das Klärwerk Bad Nauheim, Stationen der Jugendfeuerwehr Bad Nauheim, des Junity und des Kneipp-Vereins, sowie ein Infostand zur Demonstration des Wasserrucksacks Paul, der eine dezentrale Versorgung mit sauberem Wasser in Not- und Katastrophengebieten ermöglicht.

Mit dieser Sponsorenwanderung unterstützen die Schüler:innen das konkrete Projekt „Bau eines Wasserturms für nachhaltigen Frischwasservorrat“ und sorgen für jederzeit sauberes Trinkwasser für die Kinder.

UNSERE ZIELE

Bewusstsein für die Ressource Wasser

Die Schüler:innen können durch ihre Teilnahme ihr Bewusstsein für die Ressource Wasser, dessen Gewinnung und Aufbereitung schärfen. Damit wird die Sensibilität für den Luxus eines Wasserhahns einerseits sowie das Problem der Trinkwasserbeschaffung in Entwicklungsländern andererseits gestärkt.

Jeder kann sich durch eine Spende engagieren, das geht online (QR-Code oder www.wasserwandern.net), per Überweisung oder klassisch per Büchse vor Ort. Die von den Kindern gesammelten Spenden werden von helpcore e.V. zu 100% in Sserinya umgesetzt.

Die durch den Wasserlauf entstehenden Kosten übernehmen Sponsoren, wie unser Hauptsponsor Rosbacher Mineralquellen oder der Rotary Club Bad Nauheim-Friedberg.

DAS KONKRETE PROJEKT

Frischwasser für Waisenschule

Die „Sserinya Primary School“ liegt auf der Insel Kangala im Viktoria-See in Uganda, einem der ärmsten Länder der Welt und wird schon seit Jahren vom Rotary Club Bad Nauheim-Friedberg unterstützt. In 2017 sorgten wir gemeinsam mit helpcore e.V. mit einer Photovoltaik-Anlage für Licht und Strom und in 2020 für die Installation einer Wasserpumpe.

Aktuell wird der Wasserfilter PAUL von Hand befüllt und stellt sauberes Trinkwasser ausschließlich zum Trinken zur Verfügung. Mit dem konkreten Projekt wird PAUL zukünftig durch einen Wasserturm inkl. Pumpen ergänzt, um für die Versorgung von wichtigen Bereichen der Schule, z.B. Duschen, WCs und Küche in Tanks ausreichend Wasser zu speichern.

ROTARY & HELPCORE

Gemeinsames Engagement

Rotary ist ein weltumspannendes Netzwerk von über 1,2 Mio. Freunden, die sich seit fast 120 Jahren in mehr als 200 Ländern dem humanitären & sozialen Engagement verpflichtet fühlen.

Die Mitglieder von Rotary haben eine gemeinsame Vision: wir wollen die Welt ein klein wenig besser machen – im lokalen Umfeld der eigenen Gemeinde, aber auch mit humanitären Hilfsprojekten wie in Uganda. Wir sind sicher, mit dieser ehrenamtlichen Arbeit zu unseren obersten Zielen Völkerverständigung und Weltfrieden beizutragen.

Helpcore e.V. ist eine gemeinnützige Organisation mit Sitz in Friedberg, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Waisenschule Sserinya in Uganda mit konkreten Projekten zu helfen, selbstständig ihre Zukunft zu gestalten. Durch Maßnahmen in den Bereichen Bau, Bildung und Gesundheit werden gezielt und nachhaltig die Lebensqualität und Zukunftschancen der Kinder in Uganda verbessert.

DIE WAISENSCHULE SSERINYA

Sserinya Primary School
200 Kinder von 3 bis 16 Jahren | 47% Mädchen | 9 Lehrer | 100% Spendenverwendung | Helpcore-Projekt seit 2011 | Unterstützung durch den Rotary Club seit 2017

Unsere Sponsoren und Unterstützer

Ein herzliches Dankeschön geht an unsere Sponsoren (rechts), allen voran der Rosbacher Mineralquellen GmbH & Co. KG in Rosbach sowie den teilnehmenden Schulen, Städten und Vereinen.

Teilnehmer

Unterstützer

Ein wichtiger Hinweis für Sie

Auf der Veranstaltung werden Foto- & Filmaufnahmen gemacht, auf denen die Teilnehmer in Aktion zu sehen sind und die dann in Presse & Medien veröffentlich werden sollen. Sie der Anmeldung bzw. Teilnahme erklären Sie sich ausdrücklich einverstanden.

Diese Verarbeitung dient der Wahrung unseres berechtigten Interesses an Öffentlichkeitsarbeit und Dokumentation im Sinne von Art. 6 Abs. 1 f) DSGVO. Gegen die Verarbeitung steht Ihnen in begründeten Fällen ein Widerspruchsrecht zu.

Ferner haben ein Recht auf eine unentgeltliche Auskunft über Ihre gespeicherten Daten sowie unter Umständen auch ein Recht auf Berichtigung, Löschung und Einschränkung der Verarbeitung der Daten.

Bitte wenden Sie sich gegebenenfalls an Frank Mattusch vom Rotary Club Bad Nauheim-Friedberg per E-Mail an datenschutz@wasserwandern.net.

Von Rosmarin bis Salbei

Rosmarin-Weiden, Frauenmantel, Apotheker-Salbei, Apfel-Rose: Dabei handelt es sich nur um eine kleine Auswahl der naturnah ausgewählten Pflanzen, die vor kurzem im Außenbereich der Fachberatungsstelle für Menschen in sozialen Notlagen von Mission Leben »W15« gepflanzt worden sind. Die Initiative ging vom Rotary-Club Bad Nauheim/Friedberg aus, der die ambulante Hilfe für wohnungslose Menschen schon seit Jahren unterstützt.

Dazu gehören unter anderem die Finanzierung des regelmäßig angebotenen Mittagstischs, notwendiger Anschaffungen (zum Beispiel Waschmaschine, Trockner etc.) und viele andere Aktionen. Tatkräftige Unterstützung bei der Arbeit erhielten die Helfer des Rotary-Clubs und das ambulante Team des »W15« auch durch Klienten, die angrenzende Nachbarschaft und die Vermieterfamilie Wolff.

Von morgens bis nachmittags waren alle mit hoher Motivation und Freude dabei. Für die entsprechende Erfrischung zwischendurch und ein gemeinsames Grillen zum Abschluss war ebenfalls gesorgt, so dass am Ende des Tages alle erschöpft, aber mit der gemeinsam verrichteten Arbeit zufrieden nach Hause gehen konnten.

Für den Frieden

Mit einem Aktionstag haben Lernende und Studierende der Beruflichen Schulen am Gradierwerk in Bad Nauheim (BSG) ihren Einsatz für eine Welt des Friedens gezeigt.

Der Schülerrat und das Team für transkulturelle und nachhaltige Entwicklung organisierten ein vielfältiges Programm, heißt es in einer Mitteilung. Liedermacherin Pauli regte zum Nachdenken angeregt, in einem Workshop bot Schulseelsorger Johannes Hoeltz Austausch und Gespräche an.

Höhepunkt des Aktionstages sei der Spendenlauf rund ums Gradierwerk gewesen: Insgesamt 5704 Euro kamen zusammen, auch mithilfe des Rotary Clubs Bad Nauheim-Friedberg.

Traummusik traumhaft gespielt

»Man muss keine großen Musikvorkenntnisse haben, man muss nur sagen: Ist das schön!«, stimmte der ehemalige hr-Posaunist Professor Hans Rückert auf das fulminante Konzert ein. Ob Mozarts 1. Preußisches Quartett, Beethovens Streichquartett in c-Moll oder das Opus 13 des jungen Felix Mendelssohn Bartholdy – sie waren alle drei wunderschön. Mozart nicht zu brav, Beethoven leidenschaftlich, Mendelssohn ausgefeilt. Dazu gab die hervorragende Akustik in der Dankeskirche das nötige Quäntchen Hall, dass die Geigen silbern, Bratsche und Cello transparent klingen ließ.

Nadine Blumenstein und Alexandra Raab, Violine, Stefanie Pfaffenzeller, Viola und Claude Frochaux, Cello, spielten mit ebenso viel Feingefühl wie Vehemenz und voller Esprit. Sie gaben der Dramatik Raum, blieben höchst präsent und präzise. Sie zeigten Perfektion nicht nur in der Technik, sondern auch in der Übereinstimmung. Man hatte das Gefühl, sie erzählten mit ihrem Spiel eine mitreißende Geschichte.

Rückert hatte in einer kleinen Einführung zuvor geschildert, in welchen Situationen die Werke entstanden. Der Wunderknabe Mozart schrieb die preußischen Quartette in großer finanzieller Not und wollte sich 1789 damit dem Cello spielenden Preußenkönig Friedrich Wilhelm II. empfehlen. Der aber empfing ihn nicht einmal. Andere berühmte Cellisten wussten das mehr zu schätzen. Dieses Quartett ist gesanglich angelegt und wird, auch weil es in der Frühlingstonart A-Dur steht, gelegentlich das Frühlingsquartett genannt. Sein besonderer Reiz liegt darin, dass das Cello auf einer Ebene mit der ersten Violine korrespondiert.

So eingestimmt folgte Beethoven, der Zweifler, wie Rückert ihn nannte. Erst in der Lebensmitte näherte sich Beethoven dem anspruchsvollsten Genre der Kammermusik. Im c-Moll Quartett op.18 Nr.4, griff er auf Entwürfe aus seiner Jugend zurück. Zwei Jahre arbeitete er daran, bevor 1800 alle sechs Quartette verlegt wurden und damit symbolisch die Zeit des Streichquartetts im 19. Jahrhundert begann. Die Nummer vier besticht durch orchestrale Klangfülle, die das Brentano-Quartett überzeugend herausholte. Die konzertante Violine von Alexandra Raab glänzte, wie später auch Nadine Blumenstein, mit technischen Finessen.

Mendelssohn hat Beethoven nur um 20 Jahre überlebt und doch eine ganz eigene Art zu komponieren entwickelt. Und weil das Orchester in der Romantik immer größer wurde, agierte er auch als Dirigent. Der »Intellektuelle« schrieb schon als Kind erste Werke, mit 18 Jahren dann das a-Moll Quartett. Hierin verarbeitete er einen Traum von Elfen und Zauberwesen. Romantische Sehnsucht und jugendliche Experimentierfreude neben Bachscher Strenge machen gerade den zweiten Satz besonders originell. Auffallend ist, dass er mehrfach Beethoven zitiert.

Für Geflüchtete vor Ort

Das Brentano-Quartett ist eine Formation des Frankfurter Brentano-Ensembles. Es hat sich vornehmlich auf unbekannte Werke spezialisiert. Die drei Musikerinnen und ihr Kollege weisen zahlreiche Soloauftritte und Preise auf und engagieren sich auch in anderen Ensembles.

Pfaffenzeller war 2019 Mitglied im Orchester der Bayreuther Festspiele. Frochaux gründete 2008 das Monte-Piano-Trio und ist künstlerischer Leiter des Kammermusikfestivals Sylt und Musica+ in Frankfurt. Mit dem Erlös aus dem Benefizkonzert unterstützt der Rotary-Club ukrainische Flüchtlinge in Bad Nauheim und Friedberg.

Quelle: https://www.wetterauer-zeitung.de/wetterau/bad-nauheim-ort78877/traummusik-traumhaft-gespielt-91503650.html

Geflüchtete vor Ort unterstützen – Rotary-Club startet Benefizkonzert

Unter dem Motto »Hören – Spenden – Helfen« veranstaltet der Rotary-Club am 23. April um 18 Uhr ein Benefizkonzert in der Bad Nauheimer Dankeskirche mit dem Brentano-Quartett Frankfurt.

Auf dem Programm stehen Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven und Felix Mendelssohn-Bartholdy. Der Erlös des Konzerts soll in diesem Jahr für die Unterstützung ukrainischer Flüchtlinge in Bad Nauheim und Friedberg verwendet werden.

»Wir sind sehr glücklich darüber, dass nach zwei coronabedingten Absagen das siebte Benefizkonzert in Bad Nauheim in diesem Jahr zustande kommt. Wir alle haben die schrecklichen Bilder aus der Ukraine vor Augen und blicken in die sorgenvollen Gesichter der Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten. Diesen Menschen möchten wir mit dem Konzerterlös helfen«, sagt Jens Passmann, aktueller Präsident des Rotary-Clubs Bad Nauheim-Friedberg.

Das Brentano-Ensemble Frankfurt hat sich mittlerweile ein umfangreiches Repertoire dieser Werke erarbeitet und wird für einige Projekte durch Bläser ergänzt. So entstehen interessante und spannende Programme, die sowohl dem Publikum als auch den Musikern immer wieder neue musikalische Erlebnisse bieten. In der Dankeskirche sind Mitglieder des Brentano-Ensembles als Quartett zu erleben.

Mit Blick auf die besonderen aktuellen Umstände soll der Erlös des 7. Benefizkonzerts des Rotary-Clubs B dafür verwendet werden, Flüchtlingen aus der Ukraine, die in Bad Nauheim und Friedberg eine Bleibe gefunden haben, zu unterstützen.

Grundsätzlich dient der Erlös des Benefizkonzerts dazu, vorrangig regionale oder lokale soziale Projekte zu fördern. Der Rotary-Club Bad Nauheim Friedberg unterstützt unter anderem das Projekt »Neue Orgel Dankeskirche«, das Karl-Wagner-Haus in Friedberg, die Hospizhilfe Wetterau, INKA, das Mütter- und Familienzentrum in Bad Nauheim, die Kinderfarm Jimbala in Friedberg, die Lebensgemeinschaft Bingenheim und das Theater Altes Hallenbad in Friedberg.

Auch international unterstützt der Club zahlreiche Projekte.

Hauptsponsoren des Benefizkonzerts sind in diesem Jahr die Innius RR GmbH aus Rosbach, die BLFP Planungs GmbH, Friedberg, Gesundheitszentrum Wetterau, Bad Nauheim, und das Autohaus Fulda Krah & Enders aus Fulda. Darüber hinaus unterstützen weitere Unternehmen das Konzert als Förderer und Inserenten. Passmann: »Ohne Sponsoren könnten wir eine so große Veranstaltung nicht organisieren. Darum sind wir allen Unterstützern – den Hauptsponsoren ebenso wie den Förderern und Inserenten – von Herzen dankbar für ihr Engagement. Sie helfen uns damit, anderen zu helfen.«

Karten für das Benefizkonzert des Rotary Clubs gibt es im Vorverkauf beim Weinkostenladen, Bad Nauheim; bei der Wetterauer Zeitung, Bad Nauheim; im Reisebüro Messerschmidt, Bad Nauheim und Friedberg; bei Büro König, Friedberg oder in der Engel-Apotheke, Friedberg sowie an der Abendkasse.

Das Brentano-Quartett Frankfurt ist die Quartett-Formation des Brentano-Ensembles Frankfurt. Das Brentano-Ensembles besteht seit dem Jahr 2011. Streicher des hr-Sinfonieorchesters bilden den Kern des Ensembles, das sich auf groß besetzte Streicherkammermusik (Quintett bis Oktett) spezialisiert hat.

Quelle: https://www.wetterauer-zeitung.de/wetterau/bad-nauheim-ort78877/bad-nauheim-friedberg-gefluechtete-vor-ort-unterstuetzen-rotary-club-startet-benefizkonzert-91480700.html

Quo vadis, Bad Nauheim? Bürgermeister Klaus Kreß zu Gast im Rotary-Club

Unter strengen 2-G-Kriterien stellte Bürgermeister Kreß auf Einladung von Rotary-Präsident Jens Paßmann am Dienstag im Hotel Dolce im Gespräch mit den Rotariern Ulli Krafft, Heinz-Joachim Wagner und Stefan Zettl seine Pläne für die Zukunft von Bad Nauheim vor. Vor rund 20 Rotariern und 18 Online-Teilnehmern wies er zunächst darauf hin, dass die Kur-stadt von Corona genau so überraschend betroffen gewesen sei wie alle anderen auch, in der Umsetzung von Pandemie-Maßnahmen aber schneller als viele andere reagiert habe und gut aufgestellt sei. Zu den vorrangigen Zielen des Bürgermeisters gehören der Neubau der Therme, für die inzwischen mehr als 50 Prozent der Gewerke vergeben seien, die neue Tiefgarage sowie das Thermen-Hotel.

Kreß legte dar, dass die Stadt ihre Attraktivität weiter steigern wolle. Einzelhandel und Gastronomie bräuchten einen Erlebnisraum Innenstadt mit noch mehr Grün, um die Aufenthaltsqualität zu steigern. Co-working und Pop-up Stores könnten Leerstand ver-meiden helfen, auch wenn gegen die Breite des Internets kaum anzukommen sei. In den Kolonnaden könnte unter Nutzung von Fördermitteln ein solcher Co-working-space entstehen. Gleichzeitig wolle man als attraktive Kurstadt den Tourismus stärken.

Als Problem sieht Kreß die hohen Immobilienpreise – die Kurstadt setze Fördermittel für eine bezahlbare Belegung der Neubauten ein. Die Zahl der Sozialwohnungen liege im Bundesschnitt, Investoren müssten 15 Prozent preiswertes Wohnen auf zehn Jahre bieten oder eine Ablöse zahlen, die der Bad Nauheimer Wohnungsbaugesellschaft für preiswertes Bauen zur Verfügung stehe. Im Neubau-gebiet Bad Nauheim-Süd seien 80 Prozent der Häuser an Bad Nauheimer Familien gegangen, weil man Bauland vor allem den Einheimischen anbiete. 

Die Verkehrsanbindung sei dabei essentiell: Car-Sharing, Fahrrad-Nutzungs-Modelle und -wege gehörten dazu, individuelle Mobilität sei für viele Bürger unabdingbar. Zwar sei eine autofreie Stadt noch eine Vision für die Zukunft, doch arbeite man mit vielen Maßnahmen an der Reduzierung des Autoverkehrs. Die Mobilitätsbefragung mit großem Rücklauf habe ergeben, dass der Stadtbus bis 2024 mit anderen Routen und Fahrzeugtypen neu aufge-stellt werden müsse. „Autofrei geht aber nur, wenn attraktive Parkangebote da sind, dies braucht Zeit und Geld“, betonte der Bürgermeister. Der neue Stadtbus werde 2024 rollen, der Bau des Parkdecks solle 2023 begonnen werden. Die Idee eines autark fahrenden Kurbähnchens von der Frankfurter Straße zur Innenstadt könnte auch zum Konzept gehören. 

Unter vergleichbaren Städten sieht sich Bad Nauheim eher im Austausch mit Wiesbaden, Darmstadt, Bad Homburg oder Kronberg als mit der Nachbarstadt Friedberg, deren Struktur und Standards historisch bedingt ganz anders seien. Gemeinsam verfolgten Friedberg und Bad Nauheim dennoch mehrere Projekte; ein ausgeglichener Haushalt sei nicht der alleinige Maßstab, wenn man „schönste Stadt der Wetterau“ bleiben wolle. Wer nicht investiere, müsse später umso mehr aufwenden, weil dann auch Handel und Gewerbe zurückgingen, betonte Kreß.

Als zusätzliches Leitbild solle das Kneipp-Heilbad bald Wirklichkeit werden, eine Co2-freie Wärmeversorgung sei angestrebt. Mittel- bis langfristiges Ziel sei ein selbstbewusstes, klimaneutrales Heilbad. Dabei spiele die Finanzierung die entscheidende Rolle, nicht die Politik: Wie die Erfahrung zeige, sei – wenn die Konzepte überzeugten – kommunal die politische Konstellation nachrangig. Allerdings müssten die politischen Prozesse schneller werden, forderte der Bürgermeister.

Mit Blick auf Gewerbe und Industrie gebe es Kooperationen, wie etwa bei der inzwischen bundesweit renommierten „kalten Nahwärme“, die als universitäres wissenschaftliches Projekt begonnen habe. Auch die Digitalisierungsstrategie sei ein Beispiel für wirtschaftliche Partnerschaften, die Verwaltung setze dabei auf externe Kompetenz. In die Weiterentwick-lung der Stadt seien die Ortsteile einbezogen, allerdings unter sorgfältiger Beachtung ihrer jeweiligen, historisch gewachsenen Identität. Zu einem neuen Eisstadion hatte Bürger-meister Kreß keine Neuigkeiten. Möglich sei eine Planung an die B3 herangerückt in der Talaue. Doch ohne größere finanzstarke Investoren seitens des EC werde es nicht gehen.

In der abschließenden Fragerunde nannte Klaus Kreß als Zeitschiene für die großen Kern-vorhaben die Fertigstellung der Therme samt Tiefgarage bis September 2023, Hotelinnen-ausbau und Anbindung zur Sauna könnten bis August 2024 geschafft werden, wenn Corona nicht zu einer weiteren Knappheit der Ressourcen, Teuerung und Zeitverzögerungen führe.