Neue Laptops für das Müfaz

Der Rotary Club Bad Nauheim-Friedberg hat Ute Latzel, Geschäftsführerin des 1991 gegründeten Mütter- und Familienzentrums Bad Nauheim, kurz Müfaz, zwei kameratauglichen Laptops mit Headset für einen Lernraum sowie ein Headset und einer Laptop-Kamera für eine Familie übergeben. Rotary-Präsident Michael Frielinghaus und die Mitglieder Hafid Rifi und Ulrich Habermehl machten deutlich, der Club wolle helfen, die Situation der Kinder und Jugendlichen während der Pandemie zu verbessern, die keinen Zugang zu Internetgeräten haben.

Bei der Übergabe regten die Rotarier an, Menschen zu suchen, die Zeit und Lust haben, Kindern und Jugendlichen in den Räumen des Müfaz schulische Unterstützung zu bieten – eine entsprechende Initiative will der Club nun starten.

Künstler mit Wurzeln in der Wetterau

Der in Köln wirkende Albertus Magnus, einer der bedeutenden Gelehrten des 13. Jahrhunderts, schreibt in einem Traktat: »Die Vollkommenheit einer Stadt hängt von den in ihr gepflegten Künsten ab.«

Diese Hochschätzung, auch der bildenden Kunst als wichtigem Kulturträger, ist in den 15 sehr kulturlos-dürftigen Monaten der nun hoffentlich überstandenen Corona-Pandemie stark ins Wanken geraten. Offensichtlich sind Kulturschaffende die Hauptleidtragenden dieser Seuche, die weit mehr als »nur« gesundheitlich-seelische Verwüstungen hinterlassen hat.

Umso ermutigender die Zeichen des Aufbruchs und Neubeginns. Eines davon ist die am Samstagnachmittag in den Räumen des Friedberger Kunstvereins von Joachim Albert als dessen Leiter und dem Präsidenten des Rotary Clubs Bad Nauheim-Friedberg, Michael Frielinghaus, eröffnete Ausstellung »Von Gebliebenen und Heimkehrern«. Sie wird bis Sonntag, 11. Juli, bei freiem Eintritt zu sehen sein und zeigt 25 Werke von zehn Künstlerinnen und Künstlern.

»Kulturgüter«, so Joachim Albert in seiner Eröffnung, sind mehr als nur Baudenkmale. Zu ihnen zählen gleichbedeutend Werke der bildenden Kunst. Die im Kunstverein präsentierten Arbeiten von Claudia Larissa Artz, Barbara Feuerbach, Cornelia Freitag, Barbara Heinisch, Ingrid Hornef, Raphael Rack, Peter Schubert, Jürgen Wegener, Christine Wigge und Su-Koung-Yu sind allesamt Werke von Menschen, die ihre Wurzeln beziehungsweise ihren Lebensmittelpunkt in der Wetterau haben.

Michael Frielinghaus, derzeitiger Präsident des Rotary Clubs, der die Schau finanziell gefördert hat, zeigte sich in seinen Begrüßungsworten beeindruckt vom Niveau der Ausstellung. Sie zeige, dass die Region nicht hinter den großen Kunstschauplätzen zurückstehe.

Bei Joseph Beuys studiert 

Beim Abschreiten der gezeigten Werke fällt als erstes die Arbeit »Schwarz-Roter Tanz« auf – ein aktuelles Werk der in Bad Nauheim lebenden und arbeitenden Barbara Heinisch, die unter anderem an der Kunstakademie Düsseldorf bei Joseph Beuys studiert hat und mit ihren Bildern weltweit präsent ist. Das düstere halb gegenständliche Werk wird flankiert von Barbara Feuerbachs Arbeiten »Dunkelmänner« und »Schattenmänner«.

Der in Friedberg lebende, zwischenzeitlich in der Musikbranche tätige, Raphael Rack ist mit einem unbetitelten abstrakten Ölbild aus dem vergangenen Jahr vertreten. Als Laie sieht man dem Werk nicht an, aus welch‹ aufwendigem Schaffensprozess es hervorgegangen ist.

Rack arbeitet mit Pinsel, Messer, Rakel, Spachtel und bloßen Händen. Mehrere Farbschichten verleihen seinem großformatigen Bild einen plastischen Charakter.

Prof. Peter Schubert gehört zu den Gründungsmitgliedern des Friedberger Kunstvereins. Auch er ist mit zwei großformatigen, mehrfach übermalten Acrylwerken aus den Jahren 1988 und 1993 vertreten. Das Mittel der Übermalung ist, so Schubert, seit Mitte des letzten Jahrhunderts ein vielfach verwendetes Stilmittel in der bildenden Kunst. Übermalungen verleihen dem Werk Tiefe und machen es zum Sinnbild der vergehenden Zeit.

Cornelia Freitag, seit 1990 Professorin im Studiengang Kommunikationsdesign an der Hochschule Rhein-Main, stellt ihre ausgestellten Werke aus dem vergangenen Jahr unter das Motto: »Aber der bereichert mich, der mich ganz anderes sehen lässt als das, was ich alltäglich sehe« (Paul Valéry). Alltägliches, wie den auf einem ihrer Bilder angedeuteten Wasserlauf mit großen Steinen in seinem Bett, mit nicht-alltäglichem Blick sehen: Das sei für sie eine der großen Herausforderungen – nicht nur – für die bildende Kunst.

Rotary-Club spendet 2000 Euro

Eine Rückenmarkverletzung mit Querschnittlähmung stellen Betroffene und Angehörige vor zunächst nahezu unlösbare Probleme, bis man die ersten Verbindungen für die tägliche Betreuung und Hilfe geknüpft hat. In dieser Phase hilft die Fördergemeinschaft der Querschnittgelähmten in das neue Leben mit der Behinderung – ein wichtiger Grund für den Rotary-Club Bad Nauheim-Friedberg, diese Erstberatung zu fördern.

»Die Betroffenen sind immer älter. Etwa 140 000 bis 160 000 Querschnittgelähmte gibt es in Deutschland, jährlich kommen rund 2500 bis 3000 neue Fälle hinzu. Fast 70 P aller Betroffenen sind Männer. Während früher häufig Verkehrs- und Sportunfälle die Hauptursache darstellten, hat sich in den letzten 20 Jahren eine Verlagerung hin zu Bandscheibenvorfällen und altersbedingten Verschleiserscheinungen ergeben – das Durchschnittsalter der Betroffenen ist seit 1995 von 35 auf 60 Jahre angestiegen«, schreibt der Rotary-Club in einer Pressemitteilung.

Diese Entwicklung könne auch als Hinweis dafür dienen, dass Verkehrssicherheit und Unfallprävention besser geworden seien. Die Behandlung erfolge in Deutschland in rund 30 Spezialzentren, von denen es in jedem Bundesland etwa eines bis zwei gebe. »Für den Bereich des Wetteraukreises sind als Erstbehandlungszentren die Unfallklinik in Frankfurt-Seckbach und die WernerWicker-Klinik in Bad Wildungen zuständig. Hilfe ergänzt die medizinischen Betreuung An allen Erstbehandlungszentren hat die Fördergemeinschaft der Querschnittgelähmten Stützpunkte«, heißt es weiter vonseiten des Rotary-Clubs.

Rotarier kündigen weitere Hilfe an 

Auch in der Wetterau beraten demnach Betroffene andere Betroffene. Zudem werde die Begleitung von der Operation bis zum Wiedereinstieg ins Alltagsleben unterstützt, auch ein Angehörigenberatungsdienst existiere.

Der Rotary-Club mit Präsident Michael Frielinghaus fördert diese ehrenamtliche Hilfe mit 2000 Euro. Die Fördergemeinschaft soll aber auch in den kommenden Jahren mit den Rotariern rechnen können, heißt es weiter in der Pressemitteilung des Rotary-Clubs.

Von Gebliebenen und Heimkehrern

Mit einem Eröffnungsvideo fällt am Freitag, 28. Mai, der Startschuss für die Ausstellung »Von Gebliebenen und Heimkehrern« des Kunstvereins. In dem Video, das ab Freitag, 19 Uhr, auf dem You-tube-Kanal des Kunstvereins Friedberg zu sehen sein wird, sprechen Dr. Friedhelm Häring (Gründungsmitglied des Kunstvereins), Michael Frielinghaus (Rotary Club Bad Nauheim-Friedberg) und Jo-achim Albert.

Die erste Ausstellung nach dem letzten Lockdown ist ein Kooperationsprojekt mit dem Rotary Club Bad Nauheim-Friedberg.

In der Gruppenausstellung, die in enger Zusammenarbeit mit Michael Frielinghaus, aktuell amtierender Präsident des Clubs, entstanden ist, sind Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern zu sehen, die einen unmittelbaren Bezug zu Friedberg und Bad Nauheim haben. Dabei geht es nicht in erster Linie um die künstlerische Bearbeitung eines bestimmten Themas. Vielmehr steht das Aufzeigen der Dichte an Künstlerinnen und Künstlern mit überregionaler Bedeutung in und aus dieser Region im Vordergrund. Dass damit nicht nur Kulturgüter wie beispielsweise das Judenbad in Friedberg oder das Bad Nauheimer Jugendstilensemble einen Beitrag zum Standortfaktor dieser Gegend beitragen, sondern auch die beheimateten oder von dort stammenden Künstlerinnen und Künstler, ist ein zentrales Anliegen dieser Ausstellung.

Gezeigt werden vorwiegend neuere Arbeiten von Claudia Larissa Artz, Barbara Feuerbach, Cornelia Freitag, Barbara Heinisch, Ingrid Hornef, Raphael Rack, Peter Schubert, Jürgen Wegener, Christine Wigge und Su-Kyoung Yu.

Ein Umtrunk wird folgen 

Die Ausstellung ist ab Samstag, 29. Mai, geöffnet und kann nach vorheriger Anmeldung per E-Mail unter info@kunstverein-friedberg.de für eine halbe Stunde je Buchung besucht werden.

Ein Umtrunk im Hof des Wetterau-Museums ist zu einem späteren Zeitpunkt während der Ausstellung geplant. Aktuelle Termine sowie die jeweils gültigen Corona-Maßnahmen sind auf der Internetseite des Kunstvereins unter www.kunstverein-friedberg.de zu finden.

Zu sehen sind die Arbeiten bis zum 11. Juli immer von Dienstag bis Sonntag, 15 bis 18 Uhr. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, der im Kunstverein erhältlich ist.

Das Pferd bewegt behinderte Menschen

Unser Rotary-Club hat der Lebensgemeinschaft Bingenheim ein Therapiepferd gestiftet – zur Übergabe trafen sich Past-Präsident Karl-Friedrich Klein, der amtierende Präsident Michael Frielinghaus und die Club-Mitglieder Friesenhahn, Habermehl und Virneburg mit den Vertretern der Lebensgemeinschaft in Bingenheim. „Die Unterstützung der Anschaffung eines Therapiepferdes gibt Menschen mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen die Möglichkeit zu gesundheitsfördernden Bewegungsabläufen, die speziell im Umgang mit Tieren in ergonomischer Harmonie trainiert werden“, sagte unser Präsident Michael Frielinghaus, „deshalb haben wir uns entschieden, diese Unterstützung, die von anderer Stelle nicht gegeben wird, zu gewähren.“

Manuel de Roos, Geschäftsführer der beispielhaften Gemeinschaft von Menschen mit und ohne Behinderungen, freut sich sehr, dank unserer Unterstützung das neue Therapiepferd „Mio“ in der Lebensgemeinschaft Bingenheim begrüßen zu dürfen. „Mio verzaubert uns schon jetzt mit seinem ausgeglichenen und feinfühligen Wesen und wird unseren Bewohnerinnen und Bewohnern nach entsprechender Eingewöhnung und Schulung auf lange Zeit viel Lebensfreude schenken.“

Die tiergestützte Therapie hat sich in der Arbeit mit Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen als außerordentlich wirksam und hilfreich erwiesen. Auch in der sozialen und emotionalen Entwicklung leistet die Begegnung und Arbeit mit Pferden sehr positive Beiträge. Manuel de Roos bedankte sich Im Namen der in Bingenheim lebenden Menschen mit Behinderungen sehr herzlich für die Spende unseres Clubs – „unsere einzigartige tiergestützte Therapie wäre ohne solche Unterstützer nicht denkbar!“

Die überwiegend durch Spenden finanzierte Lebensgemeinschaft Bingenheim bietet als Sozialprojekt einer Vielzahl von Menschen mit Behinderungen einen dauerhaften Wohnsitz, sowie Beschäftigung und Therapie in verschiedenen Werkstätten, Schulungseinrichtungen, der Gärtnerei, der Landwirtschaft, dem eigenen Hofladen und in der Tierhaltung. Viele der hier begleiteten Menschen haben neben ihrer geistigen Behinderung auch körperliche Beeinträchtigungen.

PS: Unser Club hat sogar schon 1988 erstmals ein Therapiepferd gestiftet.

Erfolge an der Waldorfschule

Am Ende dieses Schuljahres verlassen 24 Abiturienten und fünf Schüler mit Fachhochschulreife die Freie Waldorfschule Wetterau. Diese sind Marius Abele, Sofia Albinger, Marie Anders, Anna Bauer, Leander Billing, Amelie Böckenhoff, Annemarie Christ, Julie Eberle, Johanna Eder; Julia Fark, Hermine Fertsch, Zoe Gutleben, Pablo Hackl, Maren Krissel, Nicolo Luzzatto, Saskia Manke, Paula Mertes, Frederike Möller, Nuria Murillo y Borrut, Sophie Naber, Eva Reinecke, Anna Katharina Schmidt, Bastian Stief und Henrieke Wulff.

Die Fachhochschulreife haben Martha Geiger, Lena Schäfer, Anna Tiedt, Runa Weiland und Lennart Winterwerp erlangt. In dem staatlich anerkannten gymnasialen Oberstufenzweig der Schule werden die vom hessischen Kultusministerium vorgegebenen Lehrpläne in Kombination mit waldorfpädagogischen Inhalten vermittelt.https://securepubads.g.doubleclick.net/gampad/ads?iu=%2F5176%2Fgiessener-allgemeine.de%2Flocalnews&adk=2268840716&sz=320×50%7C336x280%7C320x100%7C320x50%7C300x250&output=html&impl=ifr&ifi=1&fluid=height&msz=375x-1&psz=375x-1&fws=4&scp=placement%3DMobile_Pos2%26channel%3Damp%26zone%3Dlocalnews&adf=1650960970&nhd=0&adx=10&ady=1104&oid=2&gdfp_req=1&sfv=1-0-23&u_sd=3&artc=1013&ati=10&ard=pb.traffective.cloud%2Fopenrtb2%2Famp&is_amp=3&amp_v=2006112352003&d_imp=1&c=764571001291&ga_cid=amp-gjIpR7LG6dB4M57WbDV1iw&ga_hid=1291&dt=1593967713057&biw=375&bih=635&u_aw=375&u_ah=812&u_cd=32&u_w=375&u_h=812&u_tz=120&u_his=1&vis=1&scr_x=0&scr_y=0&bc=7&url=https%3A%2F%2Fwww.wetterauer-zeitung.de%2Fwetterau%2Fbad-nauheim-ort78877%2Ferfolge-waldorfschule-13821729.html&loc=https%3A%2F%2Fwww.giessener-allgemeine.de%2Fwetterau%2Fbad-nauheim-ort78877%2Ferfolge-waldorfschule-13821729.amp.html&bdt=102&dtd=1022&aet=n&__amp_source_origin=https%3A%2F%2Fwww.giessener-allgemeine.de

Die Absolventen dieses Jahrgangs mussten ihre Prüfungen in der durch die Corona-Krise bedingten Ausnahmesituation absolvieren. Umso mehr können sie sich nun über die erreichten Abschlüsse freuen.

Sogar eine kleine Abschlussfeier – unter Einhaltung der Abstandsregeln und nur für Eltern und Schüler – war möglich. Der Rotary Club Bad Nauheim-Friedberg ehrte Nicolo Luzzatto für ein gutes Abitur in Verbindung mit herausragender Leistung im sozialen Bereich. Anna Bauer wurde die Pierre-de-Coubertin-Medaille des Landessportbundes Hessen für herausragende Leistungen im Schulsport, verbunden mit fairer Haltung und persönlichem Engagement innerhalb der Schulgemeinschaft, verliehen.

Zusammen mit den Absolventen und deren Eltern freuen sich über das erreichte Ziel die langjährigen Fachlehrer und besonders die Tutorin Sabine Schmidt, die den Jahrgang ab der Einführungsphase betreut hat.

Quelle: www.wetterauer-zeitung.de/wetterau/bad-nauheim-ort78877/erfolge-waldorfschule-13821729.html

FOTO: PM

© Red

Ganz besonderer Jahrgang

An eine Verabschiedung der Abiturientinnen und Abiturienten im großen Stil – an der Ernst-Ludwig-Schule seit Jahren Tradition – war diesmal angesichts der Corona-Pandemie nicht zu denken. Dennoch wollte man den Abi-Jahrgang, dessen Verbundenheit mit der Schule durch vielfältige Aktivitäten in den vergangenen acht Jahren deutlich geworden war, nicht sang- und klanglos ziehen lassen. So gab es eine zeitlich beschränkte Feierstunde für die einzelnen Tutorengruppen – unter strengsten Hygieneauflagen. Für die erweiterte Schulleitung bedeutete dies erheblichen Mehraufwand, mussten doch innerhalb von zwei Tagen acht Gruppen verabschiedet werden.

Musikvideo statt Chor-Auftritthttps://securepubads.g.doubleclick.net/gampad/ads?iu=%2F5176%2Fwetterauer-zeitung.de%2Flocalnews&adk=2651016906&sz=320×50%7C336x280%7C320x100%7C320x50%7C300x250&output=html&impl=ifr&ifi=1&fluid=height&msz=375x-1&psz=375x-1&fws=4&scp=placement%3DMobile_Pos2%26wz%3Dwetterau%26channel%3Damp%26zone%3Dlocalnews&adf=1650960970&nhd=0&eid=21065818&adx=10&ady=1008&oid=2&gdfp_req=1&sfv=1-0-23&u_sd=3&artc=1002&ati=10&ard=pb.traffective.cloud%2Fopenrtb2%2Famp&is_amp=3&amp_v=2006112352003&d_imp=1&c=959040001512&ga_cid=GA1.2.1326729190.1568015840&ga_hid=1512&dt=1593967973141&biw=375&bih=635&u_aw=375&u_ah=812&u_cd=32&u_w=375&u_h=812&u_tz=120&u_his=1&vis=1&scr_x=0&scr_y=0&bc=7&url=https%3A%2F%2Fwww.wetterauer-zeitung.de%2Fwetterau%2Fbad-nauheim-ort78877%2Fganz-besonderer-jahrgang-13820291.html&loc=https%3A%2F%2Fwww.wetterauer-zeitung.de%2Fwetterau%2Fbad-nauheim-ort78877%2Fganz-besonderer-jahrgang-13820291.amp.html&bdt=150&dtd=1005&aet=n&__amp_source_origin=https%3A%2F%2Fwww.wetterauer-zeitung.de

Feierlich und stilvoll wurde es trotzdem – dafür hatten Dorothee Hildebrand, Ulrich Drewel und Gerald Mattlener mit ihren Helfern gesorgt, die die Mehrzweckhalle festlich umgestaltet hatten. An verschiedenen Drehorten rund um die Schule und rund um Bad Nauheim hatten die Abiturienten ein beeindruckendes Musikvideo erstellt, das per Beamer gezeigt wurde. Notgedrungen war der traditionelle Abi-Chor in diesem Jahr neue Wege gegangen, da auf Live-Gesang verzichtet werden musste.

Auch die Lehrerrede, gehalten von Andrej Bozic, kam per Videoeinspielung. Er erinnerte sich an gemeinsame Erlebnisse mit den Abiturientinnen und Abiturienten, sprach über den „moralischen Kompass“ und die Wichtigkeit von Empathie. Abschließend betrachtete er den künftigen Lebensweg des Jahrgangs, wünschte sich, dass dieser „die Welt ein Stück besser machen“ solle.

Die Zeugnisausgabe wurde vorgenommen von Schulleiterin Brigitte Jung-Hengst, den Tutoren und dem Verein der Freunde, vertreten durch Simone Sostmann und Carolin Pascal, der den Abiturienten das traditionelle Erinnerungsgeschenk überreichte.

Die Schulleiterin sprach von „einem ganz besonderen Jahrgang“ – nicht weil es sich um den letzten G8-Jahrgang gehandelt habe und auch nicht wegen Corona, sondern „weil in diesem Jahrgang viele ganz besondere junge Menschen sind, mit denen man ganz einfach gern zu tun hat: vorausdenkend, umsichtig, freundlich, hilfsbereit, beeindruckende Musiker und leistungsstark“. Jung-Hengst thematisierte in ihrer letzten Verabschiedung der Abiturienten – sie wird am Ende des Schuljahres in den Ruhestand versetzt – die bizarre Situation, die viele verunsichere. In diesem Zusammenhang formulierte sie den Begriff „objektive Realität“, die keiner kenne und der wir uns nur annähern könnten. Diese Annäherung könne nur erreicht werden, wenn man offen sei, aufeinander zugehe und sich so oft wie möglich über die subjektiven Eindrücke von Realität austausche.

Quelle: www.wetterauer-zeitung.de/wetterau/bad-nauheim-ort78877/ganz-besonderer-jahrgang-13820291.html

Foto: Stefan Zettl vom Rotary Club Bad Nauheim/Friedberg zeichnet Linus Doufrain aus.

Spende für Herz-Studie

Der Rotary Club Bad Nauheim- Friedberg unterstützt mit einer Spende in Höhe von 2000 Euro die seinen Angaben zufolge erste bundesweite Studie zu Herzrhythmusstörungen bei Kindern und Jugendlichen mit Noonan-Syndrom. Im Rahmen des multizentrischen Forschungsprojektes am Kompetenznetz Angeborene Herzfehler untersuchen Kinderkardiologen und Humangenetiker Häufigkeit und Schwere von Herzrhythmusstörungen bei Patienten mit verdicktem Herzmuskel. Gemeinsam wollen die Forscher dabei den am Noonan-Syndrom beteiligten Genveränderungen und ihren Auswirkungen auf die körperliche Entwicklung auf den Grund gehen. Angestoßen hat das Forschungsvorhaben der Kinderkardiologe Jannos Siaplaouras. Es handelt sich um eine bundesweite Studie

Das Noonan-Syndrom ist laut Pressemitteilung des Rotary Clubs eine verbreitete Erberkrankung und nach dem Down-Syndrom die zweithäufigste genetische Ursache für das Auftreten eines angeborenen Herzfehlers. „In Deutschland leben rund 80 000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene damit.“ Zu den Anzeichen für das Vorliegen eines Noonan-Syndroms zählten unter anderem ein eingeschränktes Körperwachstum sowie Veränderungen des Gesichtes, des Brustkorbes und der Herzmuskulatur. „Wir müssen davon ausgehen, dass ein Teil der Patienten gar nichts von seiner Erkrankung weiß. Der plötzliche Herztod stellt daher ein großes Risiko für die Betroffenen dar“, schildert Jannos Siaplaouras das Problem, das die Forscher beschäftigt.

Der Zusammenhang zwischen der mit dem Noonan-Syndrom in Verbindung stehenden hypertrophen Kardiomyopathie (HCM), einer Herzmuskelerkrankung, deren Hauptmerkmal eine verdickte Wand der linken Herzkammer sei, und Herzrhythmusstörungen sei bislang nur an einzelnen Zentren untersucht worden, schreiben die Rotarier. Von der bundesweiten Studie erhoffen sich die Forscher, Risikopatienten frühzeitig zu erkennen, um Herzrhythmusstörungen besser vorbeugen zu können und so das Risiko der Betroffenen, plötzlich daran zu versterben, zu verringern.

Quelle: www.wetterauer-zeitung.de/wetterau/bad-nauheim-ort78877/rotarier-spende-herz-studie-13817519.html

2000 Euro für die Hospizhilfe

Die Hospizhilfe Wetterau ist vom Rotary Club Bad Nauheim- Friedberg mit einer Spende in Höhe von 2000 Euro bedacht worden. Der Rotary-Club Bad Nauheim-Friedberg als ein gemeinnütziger Verein unterstützt mithilfe von Spenden seiner Mitglieder oder anderer spendenwilliger Freunde förderungswürdige Projekte und dient somit dem Gemeinwohl. Diese Absicht verfolgt auch die Hospizhilfe Wetterau mit ihrem gemeindenahen Hospizplatz, der seit Anfang 2018 angeboten wird.

Der Präsident des Rotary Clubs Bad Nauheim-Friedberg, Christian Purschke, und Dr. Ulrich Mehler überbrachten den Scheck und machten sich dabei ein Bild von der Arbeit im gemeindenahen Hospizplatz.

Neben der seit 20 Jahren stetigen Arbeit der ambulanten Sterbebegleitung ist der Verein jetzt auch in der Lage, einen Gast aufzunehmen, der bis zu seinem Lebensende eine würdige Möglichkeit hat, eben in einem gemeindenahen Umfeld, zu sterben.